Grundsteuer

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 Grundsteuer

Jeder Grundbesitz wird besteuert, unabhängig davon, ob er

- land- oder forstwirtschaftlich genutzt wird (Grundsteuer A)

- bebaut oder unbebaut ist (Grundsteuer B),

- gewerblich genutzt wird oder zu Wohnzwecken dient (Grundsteuer B)

Grundsätzlich zahlungspflichtig ist der Eigentümer/die Eigentümerin des jeweiligen Grundbesitzes.

 

Berechnung der Grundsteuer

Im Rahmen der Bewertung eines Grundstückes durch das zuständige Finanzamt wird ein Einheitswert festgesetzt, aus dem unter Anwendung einer Steuermesszahl der Grundsteuermessbetrag errechnet wird.

Die Höhe des Einheitswertes und des Messbetrages ergibt sich aus dem jeweiligen Einheitswert- und Grundsteuermessbescheid, den jeder Eigentümer vom Finanzamt erhält.

Einwände gegen die Höhe der Grundsteuer hinsichtlich des Grundsteuermessbetrages sind an das Finanzamt zu richten, das den Grundsteuermessbescheid erteilt hat.

Die Grundsteuer wird von der Stadt auf der Grundlage des Grundsteuermessbetrages festgesetzt:

  Grundsteuermessbetrag des Finanzamtes
x Grundsteuerhebesatz der Stadt Düren
= Grundsteuer

Die Hebesätze werden vom Rat der Stadt Düren beschlossen. Sie werden entweder in der Haushaltssatzung oder in einer eigenen Hebesatzsatzung festgesetzt.

 

Hebesatz seit 2010

für Grundsteuer A = 370 %

für Grundsteuer B = 590 %

Die Grundsteuer gehört zu den Grundbesitzabgaben. Weitere Informationen zu Festsetzung, Zahlungsweise und zur Änderung Ihrer persönlicher Daten finden sie hier.

 

Festsetzung der Grundsteuer

Die fällige Grundsteuer wird (ggf. zusammen mit den Benutzungsgebühren) in der Regel zu Beginn des jeweiligen Kalenderjahres durch Abgabenbescheid festgesetzt. 

Sie sind grundsätzlich in vier Quartalsbeträgen zu zahlen und zwar:
zum 15. Februar, 15. Mai, 15. August und 15. November.

Abweichend hiervon können die Grundsteuer sowie die Benutzungsgebühren auch in einer Summe zum 1. Juli eines Jahres gezahlt werden.
Ein entsprechender Antrag auf jährliche Zahlungsweise (zum FormularAntrag auf jährliche Zahlungsweise) ist schriftlich bis zum 30. September mit Wirkung ab dem darauf folgenden Jahr zu stellen.

 

TIPP: Was ist zu tun, wenn Sie ein Haus/eine Wohnung/ein Grundstück verkauft haben?

Damit die Grundbesitzabgaben vom Zeitpunkt des wirtschaftlichen Übergangs an auf den Erwerber übertragen werden können, wird eine Fotokopie des notariellen Kaufvertrages benötigt. Es genügt, wenn die Seiten des Vertrages vorgelegt werden, aus denen

- die Urkunden-Nummer und die Vertragsparteien
- das Grundstück (Belegenheit)
- Zeitpunkt des wirtschaftlichen Überganges ("Besitz, Nutzungen und Lasten gehen auf den Erwerber über ...")
(Wenn dieser mit Kaufpreiszahlung oder Besitzübergabe erfolgt, dann bitte Datum angeben)
- die Unterschriften der Vertragsparteien hervorgehen.

Anschließend wird eine Berichtigung der Eigentumsverhältnisse vorgenommen. Sie erhalten kurze Zeit später einen Berichtigungsbescheid über die Absetzung der Grundbesitzabgaben für den Rest des Jahres.

Wenn Sie keine Unterlagen vorlegen, bleiben Sie so lange zahlungspflichtig, bis eine entsprechende Umschreibung durch das Finanzamt (Zurechnung) vorgenommen wurde. Kraft Gesetzes erfolgt dies mit Wirkung vom 1. Januar des Jahres nach der Veräußerung. 

Die erforderlichen Unterlagen können selbstverständlich auch vom Erwerber eingereicht werden.

 

Grundsteuererlass wegen wesentlicher Ertragsminderung nach § 33 Grundsteuergesetz

Unter bestimmten Voraussetzungen kann die Grundsteuer teilweise erlassen werden. Ein entsprechender schriftlicher Antrag auf Grundsteuererlass für das  laufende Jahr ist bis zum 31.03. des folgenden Jahres zu stellen.

Voraussetzungen: 

              - der Steuerschuldner hat die Minderung des Rohertrages nicht zu vertreten
                (bei ausreichenden Vermietungsbemühungen und Forderung einer marktgerechten Miete)

              - Minderung des Rohertrages um mehr als 50 %
                 -> 25 % der Grundsteuer werden erlassen

              - Minderung des Rohertrages beträgt 100 %
                 -> 50 % der Grundsteuer werden erlassen

  •         - Vorlage von Nachweisen (Zeitungsanzeigen, Makleraufträge, Mietverträge u.a.)

Terminvergabe

Aktuell erfolgt die Terminvergabe direkt über die/den jeweilige/n Sachbearbeiter/in entsprechend der Angaben im Bescheid oder über die Hotline 02421/25-2222.

Eine Online-Terminvergabe findet derzeit nicht statt.

Rechtsgrundlagen

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